(A)1234 oder 5 sagt nur etwas über die Korrosionsbeständigkeit des Stahls aus. Je größer die Zahl desto "edler" ist die Sorte, was aber nicht stärker/schwächer bedeutet. Der Buchstabe A, C oder F gibt die Kristallstruktur der Legierung an (Austenit, Martensit, Ferrit), wobei Schrauben vom Typ C und F magnetisch sind, Typ A nicht.
A ist eigentlich ein billiger Wald und Wiesen-Stahl. (Kaltverschweißt gerne)
C ist verhältnismäßig teuer (verwenden wir in der Firma öfters) und hat das Problem mit dem Kaltverschweißen nicht so, ist außerdem besser zu bearbeiten und kriecht eher nicht.
Was dich aber eigentlich interessieren sollte ist das Nachsetzzeichen -50 -70 -80 -90... Das ist die max. Streckgrenze, also bei welcher Belastung die Schraube komplett abreißt.
Eine A2-80 reißt zwar bei gleicher Belastung wie eine 8.8er (800N/mm²), die Dehngrenze (ab wann die Schraube sich permanent zu längen beginnt) liegt bei der A-Sorte aber nur bei ca. 60% davon.
Eine 8.8er längt sich erst bei 80% der max. Belastung die sie verträgt.
Edelstahlschrauben sind also eigentlich duktiler als ihre rostenden Freunde.
Für gewöhnlich erhältliche Schrauben in Edelstahl werden meist in Festigkeit-70, oder wenn oft nichts dabeisteht gerne in -50 angeboten. Also deutlich weicher als gewöhnliche 8.8er, daher aufpassen was man kauft. Eine A2-50 ist vergleichbar zu einer 4.6er, also butterweich und für andere Dinge als eine Verkleidung oder ein Spiegel ungeeignet.
Meine Bremsscheibe die mit 8.8er ausgeliefert wurde, habe ich z.B. mit A2-80 befestigt.
Zurück zum Thema:
Die originale Stahlniete des Kupplungskorbs wird wahrscheinlich auch keiner 8.8er entsprechen - eher einer 4.6er - sonst könnte man Hämmern wie ein verrückter. Trotzdem wäre mir Alu zu heikel, die lösen sich ja schon am Endtopf.